Erkrankungszahlen rückläufig

Magenkrebs

PD Dr. Bertram Illert

Der Magen liegt im linken Oberbauch unterhalb des Zwerchfells, zwischen Milz und Leber.

Er ist ein hohles Organ, dessen Wand elastische Muskeln enthält. Bei leerem Magen bildet die Schleimhaut viele Falten, so dass sie sich bei Nahrungsaufnahme problemlos ausdehnen kann. Das Fassungsvermögen des Magens beträgt bei Erwachsenen rund zwei Liter. Je nach Körperhaltung und Menge des Verspeisten können Größe, Form und sogar Lage stark variieren. 

Das Organ dient unserem Organismus als Zwischenspeicher für Nahrung und übernimmt die Vorverdauung. Dabei vermischt es seinen Inhalt mit Magensaft und gibt den Speisebrei in kleinen Portionen an den Darm weiter. 

Der Magen ist in mehrere Abschnitte unterteilt: An der Mündung zur Speiseröhre befindet sich der Mageneingang (Kardia). Als größter Teil folgt der Magenkörper (Korpus). Nach unten hin verschmälert sich das Organ und geht in den Magenvorhof (Antrum) über. Der Magenausgang (Pylorus) wird auch Pförtner genannt und ist ein ringförmiger Schließmuskel. Hier mündet der Magen in den Zwölffingerdarm (Duodenum).

Obwohl die Zahl der Neuerkrankungen an Magenkrebs in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen ist, sind in Deutschland jährlich noch etwa 18.000 Menschen betroffen. Bei 90 Prozent der Magentumoren handelt es sich um Magenkarzinome, also den eigentlichen Magenkrebs, gefolgt von Lymphomen und selteneren Formen von Tumoren (z.B. Gastrointestinale Stroma-Tumoren). 

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