Ursprung im Drüsengewebe

Prostatakarzinom

Dr. Michael Baumann

Die Prostata (=Vorsteherdrüse) liegt am Ausgang der Blase und umgibt den ersten Teil der Harnröhre.

Sie produziert eine Flüssigkeit, die beim Samenerguss den im Hoden gebildeten Samenzellen beigemengt wird. Die Prostata hat zwar keinen Einfluss auf die sexuelle Potenz, aber die Flüssigkeit ist ein Aktivierungs- und Transportmittel für die Samenfäden. Das Wachstum des Prostatagewebes steht unter dem Einfluss des männlichen Sexualhormones Testosteron, das im Hoden produziert wird. 

Bei fast jedem zweiten Mann im Alter von mehr als 50 Jahren entstehen Gewebeveränderungen in der Prostata. Diese werden als gutartige Prostatavergrößerung bezeichnet. Gleichzeitig – jedoch völlig unabhängig davon – kann sich eine bösartige Erkrankung der Vorsteherdrüse entwickeln. 

Unter allen diagnostizierten Krebserkrankungen bei Männern in Deutschland ist das Prostatakarzinom mit 25,4 % am häufigsten. Jährlich erkranken etwa 58.000 Patienten in Deutschland neu an diesem Tumor.

Bei den tödlich verlaufenden Tumorerkrankungen bei Männern steht das Prostatakarzinom mit 10,1 % in Deutschland an dritter Stelle. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 69 Jahren. 

Allerdings haben Männer, deren Brüder oder Väter an einem Prostatakarzinom erkrankt sind/waren, ein zweifach erhöhtes Risiko, im Laufe ihres Lebens ebenfalls eines zu entwickeln. 

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